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Bizzy Montana – M.a.d.U. 3 (Review)

25 August 2009

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Der Ersguterjunge-Rapper Bizzy Montana geht mit dem finalen Teil seiner “Mucke aus der Unterschicht“-Trilogie wieder genau dahin, wo er schon bei den beiden Vorgängern war. Von ganz unten, da wo das Leben hart ist, aus der Perspektive des gemeinen Volkes, bringt er Melancholie und Trauer, Hilf- und Hoffnungslosigkeit. Das ist kein Bling Bling Rap. Hier soll nicht im Club abgegangen werden. Das ist Musik, um den Leuten ganz unten eine Stimme zu geben, Mukke aus der Unterschicht eben.


Laut Montana ist dieser dritte Teil der beste und persönlichste, was wohl auch daran liegt, dass das Album hauptsächlich von Bizzy selbst produziert wurde und lediglich drei Tracks auf die Jungs von Beatlefield (Chakuza und DJ Stickle) und Abaz zurück gehen. Als Feature-Gäste wurden Sonnik Boom, Raf Camora, Chakuza, Cashmo und D-Bo ins Boot geholt.


Inhaltlich teilt sich “M.a.d.U. 3” in die Solotracks mit mal mehr mal weniger banaler Message und den Features mit sehr battlelastigem Gehalt auf. Letztere enttäuschen, vor allem weil es Montanas Gästen hörbar schwer fällt mit ihm mitzuhalten. Den negativen Höhepunkt bildet hier wohl “Der Tag, an dem die Erde still steht“, welcher sowohl durch den trägen Beat, als auch durch Sonnik Boom meine Gehörgänge malträtiert. Die Tracks “Prototypproleten” mit Raf Camora und “Wir sind Helden” mit Chakuza stehen dem jedoch nur unmerklich nach. Einzig “Alle guten Dinge sind 3” mit dem weitestgehend überzeugendem Cashmo vermag es, sich der Austauschbarkeit ein wenig zu entziehen.


Bizzy Montana präsentiert sich in den Solotracks depressiv und melancholisch. Man spürt förmlich wie der Regen fällt, wenn Tracks wie “Hoffnungslos“, “Hilferuf” oder “Leb wohl” durch die Anlage tropfen. Das alles wirkt textlich durchaus nachvollziehbar und im Vergleich zu einigen Kollegen erfreulich wenig aufgesetzt. Wären die hauptsächlich düster gehaltenen Beats abwechslungsreicher und allgemein weniger langweilig, wäre dieser Teil des Albums recht interessant. “Unterwegs” ist ein klassischer “allein nachts im Auto fahren”-Track, den man zwar so oder so ähnlich schon des öfteren zu hören bekommen hat, der aber dennoch zeigt, dass Bizzy technisch durchaus mehr drauf hat als das, was er uns über weite Strecken des Albums zeigt.


Ebenfalls oft gehört hat man, dass unsere Jugend broke und am Arsch ist, jedoch muss das inhaltlich keineswegs originelle Stück “Jugendschutzgesetz” ebenso wie “Zeitlupe” zu den besseren Tracks dieses Albums gezählt werden. Doch warum sind eigentlich durchgängig Claps zu hören? In so gut wie jedem Beat wird munter geklatscht, es lebe die Abwechslung.


Was am Ende bleibt, wenn die Scheibe langsam ausrotiert, ist eigentlich nichts. Das Wort “austauschbar” beschreibt das Ganze wohl am besten. Wer die ersten beiden Teile gut fand, wird wohl auch hier auf seine Kosten kommen, allerdings sollte man die Hoffnungen auf ein fulminantes Ende der Trilogie lieber begraben.



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2 von 6

 

(fb)

 

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