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Mein Rap #51 – Cro

4 Dezember 2011

Cro


In unserer Rubrik “Mein Rap” stehen uns Stars, Untergrund-Größen und Newcomer Rede und Antwort über ihre Musik, den Werdegang und Zukunftspläne. Heute mit: Cro.


Warum rappst du?

Vor allem, weil es mir sehr viel Spaß macht. Aber auch, weil ich mit Hip Hop aufgewachsen bin und mir gleichzeitig auch Papas Schallplattensammlung anhören musste. Jetzt versuche ich, aus beiden Richtungen etwas Neues zu kreieren. Ich nenne es “Raop”. Rap und Pop.


Seit wann bist du aktiv?

Ich glaube, den ersten Track habe ich mit 13 aufgenommen. Ich hatte damals aber noch kein Mic, sonder hab das über den Kopfhörer eingerappt. Es war ein Lied an ein Mädchen, ich hab es ihr aber nie gezeigt. Wäre auch nichts geworden mit uns. Der Song war furchtbar. (lacht)


Wie hat sich dein Rap seitdem verändert?

(überlegt) Das wurde alles etwas melodiöser, inhaltlich anspruchsvoller. Eigentlich bemerke ich bei jedem Track eine Steigerung. Manchmal recorde ich eine Hook und springe, schon bevor ich die Doppelspur oder den Part aufgenommen habe, wie ein Bekloppter durch den Raum und feiere es. Drei Tage später find ich sie gar nicht mehr so geil, sondern feiere den Track, an dem ich momentan sitze, viel mehr ab.


Wer oder was hat dich beeinflusst?

Vor allem mein Umfeld. Zum Beispiel meine älteren Geschwister. Ohne sie hätte ich nicht von klein auf Rap quasi in die Wiege gelegt bekommen. Und meine Eltern natürlich, meine Mum ist sehr musikalisch, und hat mir, als ich sechs Jahre alt war, zu Weihnachten ein Keyboard geschenkt. Durch sie bekam ich alle musikalischen Basics. Den Rest hab ich mir dann selbst beigebracht.


Lebst du von der Musik?

Nein, bis jetzt nicht. Ich habe aber im Grunde ja auch gerade erst angefangen. Ich arbeite hart und bin mir sicher, dass ich irgendwann auch etwas zurückbekommen werde.


Was ist für dich dein wichtigstes Release?

Eigentlich alle. Ich finde jeden Schritt, den ein Künstler macht, wichtig. Gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit darf man sich kaum einen Ausrutscher erlauben. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann wäre das “Meine Musik”, weil dadurch Chimperator auf mich aufmerksam wurde.


Was kann man von deinem nächsten Release erwarten?

Als nächstes wird mein Mixtape “EASY” kommen.  Als free download auf chimperator.de. Werden ca. 10 Tracks drauf sein, von Indie über Rap alles dabei, alles sehr positiv. Wird super. (Das Interview entstand wenige Tage vor dem Release. / Anm. d. Red.)


Wenn du Fremden nur ein Lied von dir vorspielen könntest, welches wäre das?
Hmm, wahrscheinlich “Bye Bye”, ist aber noch nicht releast. Oder “Geile Welt”. Ist aber auch noch nicht draußen.


Was denkst du, als wer du in der Szene wahrgenommen wirst?

Gute Frage, so etwas muss man die Leute draußen fragen. Die meisten lernen mich ja gerade erst kennen. Wahrscheinlich fragen sich viele was die Panda-Maske soll. Vielen scheint meine Musik aber etwas Neues zu geben, das vorher wohl noch nicht richtig da war.


Wer sind deine Lieblingsproduzenten?

Ich find IDLabs ganz geil oder Johnny Juliano. Aber wahrscheinlich wird es nie dazu kommen, dass ich Beats von ihnen bekomme. Und Marlon und Psaiko.Dino liebe ich natürlich.


Gibt es Wunsch-Features?
Haftbefehl mag ich. Wiz Khalifa. KAAS. Und Frank Ocean.


Hast du jemals daran gedacht, den ganzen Kram hinzuwerfen?

Nein. Natürlich gibt es Tage, an denen es nichts so läuft, wie man es will. Dann mache ich eben etwas Anderes, es gibt in meinem Leben zum Glück noch etwas Anderes als die Musik – und am nächsten Morgen ist alles wieder cool.


Planst du, in fünf Jahren noch zu rappen?

Ja. Ich bin ja noch jung. Aber ich würde am liebsten auch noch mit 70 Musik machen. Momentan konzentriere ich mich erst mal voll und ganz auf das, was jetzt abgeht.


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Cro – Easy (Download)